Resumee 8. Woche – Stephan

Die erste Woche nach Ostern war gleich wieder sehr intensiv, Montag Doppelvorstellung in Bonn, Dienstag Vorstellung und Workshop in Frankfurt, dann 3 Tage Saarland mit insgesamt 8 Vorstellungen, Samstag Ichenheim bei Offenburg und Sonntag Grünkraut bei Ravensburg. Die Vorstellungen im Saarland spielte wieder mein wunderbarer Kollege Jens Woggon.

Das Team um die Initiatorin Wynnie Kangwana Mbindyo schaffte es, das Saarländische Fernsehen zur Vorstellung nach Saarbrücken zu bringen und die waren so begeistert, dass sie nicht nur bis zum Schluss blieben, sondern auch noch am nächsten Tag in der Stadt drehen wollten um dann einen grandiosen Bericht zu bringen. Die Redakteurin Frau Isabel Heine möchte ich an dieser Stelle unbedingt nennen, denn Sie brachte unsere Intention auf den Punkt.

http://www.sr.de/sr/fernsehen/sendungen_a_-_z/uebersicht/wir_im_saarland/kultur/2018_04_18_wir_im_saarland_kultur100.html

Es ist überhaupt toll, wie viel positive Presse wir bei dieser Tournee bekommen.

In Frankfurt besuchte uns ein alter Freund in der Ernst Reuter Schule II – Timo Becker hat im Sommer 2013 mit dem Hope Theatre in Nairobi gearbeitet und ein erfrischendes Theaterprojekt mit ihnen zustande gebracht, das war nach meinem lieben Theaterfreund Folkert Dücker der zweite deutsche Trainer für die Gruppe gewesen. Die Ernst Reuter Schule mischt Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung, schon lange bevor Inklusion ein politischer Auftrag wurde. Die SchülerInnen mit Behinderung können nach dem Schulabschluss auf dem Campus bleiben und einen Beruf erlernen, 5 von ihnen haben für uns gekocht, es war prima. Und die Herzlichkeit ebenso.

In Bonn hatten wir diesmal einen neuen Spielort, Frau Rölli vom Aloisiuskolleg hatte sich spontan bereit erklärt, uns auch für die Abend die große, moderne Kirche als Aufführungsort zur Verfügung zu stellen. Wir wussten nicht, ob das Publikum uns da wahrnehmen und finden würde, aber die Fair handeln Initiative rund um Frau Amorin von der fairtrade Stadt Bonn und Frau Semmelrote vom Weltladen Bonn haben ein prima Netzwerk und wir hatten weit über 100 begeisterte ZuschauerInnen.

Während die Gruppe im Saarland erfolgreich war, hatte ich große Kostümbesprechung bei den Burgfestspielen mit Hansgünther Heyme. Sein Name war mir schon sehr lang bekannt, da er in Stuttgart Nachfolgeintendant von Claus Peymann war, den ich wiederum als Burgtheaterdirektor in Wien kennen lernen durfte. Peymann habe ich meinen ersten Theaterpreis zu verdanken. Und so war es für mich eine Ehre, nun auch für Heyme arbeiten zu dürfen. Als Produktionsleiter und Bühnenbildmitarbeiter bin ich viel mit ihm zusammen und finde seine jugendliche Frische und seine präzise Vorbereitung gepaart mit großer Offenheit für Ideen sehr beeindruckend. Es ist schön, immer wieder an Menschen zu kommen, von denen man sich gerne auch mit Mitte 50 inspirieren lassen möchte. Er findet meine Arbeit in Ostafrika sehr spannend, da auch er sehr viel im Ausland gearbeitet hatte, allerdings waren das noch goldene Zeiten, wie er selber sagt. Mittlerweile hat es alles, was Substanz hat, vergleichsweise sehr schwer. Trotzdem darf man nie aufgeben! Sagt ein 82jähriger Star des Deutschen Regietheaters. Nein, lieber Heyme, ich werde nicht aufgeben…

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