Resumee 10. Woche Stephan

Nach 10 Wochen Tour und über 12.000 Kilometer ging uns spät abends auf der Fahrt von Wissen nach Köln der Bus ein – ein Horror! Der Turbo trieb nicht mehr an und wir fuhren bergauf bei voller Motorleistung nur mehr 20 – 30 km/h. Ich brachte die Gruppe in ihre Unterkunft und musste dann den Bus bis nach Stuttgart bringen. Es war das erst Mal in meinem Leben, dass ich auf der Autobahn auf dem Pannenstreifen mit 10 km/h den Berg hinaufkroch und von großen Trucks überholt wurde. Normalerweise ist das umgekehrt… 😉

Auf der langen Nachtfahrt kommt mir ein besonderer Gedanken: Ich überlege mir, was auf so eine Tournee alles passieren könnte. Unfälle, Verletzungen, Katastrophen. Seit 2012 gehen wir jedes Jahr auf Tournee, außer ein paar Kratzern an den Autos und ein paar Blessuren der Akteure ist nichts Schlimmes passiert. Und ich ertappe mich dabei, dass ich dankbar bin, dass es der Turbo war, der unsere Reise gestoppt hat und kein entsetzlicher Unfall im Baustellenbereich der Autobahn…! Ich habe die Verantwortung gegenüber der Gruppe, manche haben schon Kinder, ihre Familien erwarten die Akteure gesund zurück, ich fahre viele Strecken selbst, aber natürlich fahren auch meine Vertreter, auch das ist ein großes Risiko, ich bin meinen freiwilligen HelferInnen sehr dankbar. Natürlich kann immer etwas passieren, aber wenn man für Menschen so eine große Verantwortung übernimmt dann ist man über jeden Tag froh, der gut gegangen ist.

Wir werden in den Nachrichten laufend mit Katastrophen gefüttert, wir hören von entsetzlichen Autounfällen, aber mit welcher Selbstverständlichkeit ein überwiegender Großteil der Menschen unfallfrei durchs Leben kommt wird kaum besprochen. Irgendwie bewundere ich die Menschheit plötzlich sehr, ja, ich bin fast gerührt über die vielen Individuen, die immer und ganz selbstverständlich ihr Bestes geben. Und nie wird über sie geredet. Die vielen Krankenschwestern, ÄrztInnen, PilotInnen, LokführerInnen, LKW-FahrerInnen und so weiter, die immer und meistens unbedankt einen guten Job machen. Thema sind sie nur, wenn was schiefläuft. Das ist eigentlich ziemlich ungerecht. Wahrscheinlich ist das jetzt wieder etwas naiv, so wie der Wunsch nach Frieden, umweltbewusstem Handeln und Fairness, aber ich nehme mir vor, ab jetzt immer genügend positive Nachrichten zu verbreiten, unser Blog ist dafür bisher ein gutes Beispiel. Wir haben 10 Wochen Tournee hinter uns und es war bisher vor allem eine gelungene und erfolgreiche Reise!

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