Resumee 4. Woche – Stephan

1968 wurde der „Club of Rome“ gegründet, ein Zusammenschluss von Experten verschiedenster Disziplinen aus mehr als 30 Ländern. Das ist 50 Jahre her. Die gemeinnützige Organisation setzt sich für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit ein. Ich hatte ihr Buch „Die Grenzen des Wachstums“ als Gymnasiast gelesen und organisierte dazu 1978 eine Ausstellung. In Österreich waren damals die ersten ökologischen Bürgerbewegungen entstanden und ich engagierte mich in verschiedenen Umweltprojekten. Unter anderem retteten wir die Hainburger Au und erreichten den Baustopp des Atomkraftwerks Zwentendorf. Auch in Deutschland waren viele Menschen der Meinung, dass man nicht planlos drauf los expandieren könne – während des Wirtschaftswunders eine heikle Mission. Auch in Deutschland war selbst ein bürgerlicher CSU-Wähler, wenn er gegen Atomkraft war, ein Linker. Mit diesen ausgrenzenden und diffamierenden Pauschalurteilen konnte vieles durchgesetzt werden.

Das Buch wurde aus verschiedenen Gründen immer wieder kritisiert. Statistiken und andere Forschungsmodelle wurden entwickelt um in Frage zu stellen, was sich jeder Mensch mit einfachem Rechenverstand selbst vorstellen kann: nämlich, dass ein Glas, wenn ich unaufhörlich Flüssigkeit eingieße, überläuft und, dass umgekehrt ein Glas, aus dem ich Flüssigkeit entnehme ohne nachzufüllen, irgendwann leer ist. Und damit ist alles gesagt. Trotzdem musste in Deutschland 50 Jahre nach dem Erscheinen des Buches über die Grenzen des Wachstums eine Kirche dem Braunkohletagbau Garzweiler weichen, ein symbolträchtiges Vorgehen, hat sich doch dieselbe Regierungsmehrheit, die sich auf klare Klimaziele geeinigt hatte, für ihre Koalitionsverhandlungen von selbigen wieder verabschiedet.

Der 50. Geburtstag des Club of Rome war für uns der Anlass, heuer das Stück zum Klimawandel anzusetzen. Dass wir mit der „Verschiebung“ der Klimaziele tagesaktuell wurden, hatten wir nicht erwartet. Ja, wir haben in Europa einiges erreicht. Aber vor allem auf Kosten eines Großteils der anderen Welt. Hier der Schlusstext der beiden AutorInnen zum Stück:

Wir müssen verstehen, dass der Klimawandel keine Plage ist, die von außen über die Menschheit hereinbricht. Er ist nichts Externes, kein Fehler im natürlichen System. Im Gegenteil, der Klimawandel ist die logische und natürliche Reaktion auf unsere Lebensweise, der Ausdruck unseres auf Verwertung ausgerichteten globalisierten Lebens. Es ist daher ein Irrtum zu glauben, mit geschickten Maßnahmen und kleinen Justierungen unseren Lebensstil möglichst beizubehalten und gleichzeitig das ökologische und soziale System im Gleichgewicht zu halten.

Die UN hat 17 Ziele aufgegeben, um eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Dieses sogenannte Sustainable Development vereint die drei Säulen „Ökonomie, „Ökologie“ und „Soziales“.  Im Idealfall erreichen wir Entwicklungspfade, die alle drei Säulen vereinen bzw. unter einen Hut bringen. 

Es gibt keine einfachen Lösungen. Es ist komplex und schwer. Einfach ist es, die Verantwortung immer an andere abzugeben.  Wer fängt an sich zu verändern? Wir Individuen – jeder einzelne, oder liegt die Verantwortung in erster Linie bei der gesamten Gesellschaft, bei der Politik, um das System von Oben zu ändern? Solange wir darüber grübeln und Schuldige suchen – hat der Wandel längst begonnen. Wir werden leiden, die Umwelt wird leiden, vorher aber werden ärmere Menschen und Menschen in ärmeren Regionen der Welt leiden.“ (Natalia Roizzenzon-Sipple, Hannes Lauer 2018)

 

 

4. Woche – Moffat

Hallo Moffat here writing this week’s blog. So this was in Vaihingen (Stromberg Gymnasium) on Monday this week the show was nice with Jens although we arrived almost late because of some small missunderstandings on which station to alight. But in the school everything else was fine as usual. We nick named this school THE FLASH MOB SCHOOL. Because after show we always do a quick flash mob with our drums and dances for the whole school.

After a wonderful show and good discussion we were invited for lunch and at lunch we had a chance to met this young boy the chairman of FARA a school based club and gave us a present as you can see in the photo.

Tuesday and Wednesday we went to Tübingen to the „Französische Schule“ where we played and workshopped the whole day…

Before the 2nd show we had time to make a group picture in front of the school at an old train looking awesome.

This was in Tübingen (Französische Schule) . Here we had two shows and both were successful.

Later on we had a wonderful questions and answers session and also small discussion about climate change.

Finally hope team posed for the pictures inside and outside the school.

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Next day we went to St Georgen (Thomas-Strittmatter-Gymnasium) in the black forest. It was a nice show with Milly doing Mother Earth. We also had great workshops with talented dancers.

Later on we were invited for lunch at a good restaurant. The director was very nice and invited us and Michaela, the teacher, invited us already for 2019.

Friday we went to Ettlingen, close to Karlsruhe. The following pictures were taken in Ettlingen (Eichendorff Gymnasium) where we played a great evening show with excited audience…!

 

 

Resumee 3. Woche – Stephan

Die erste Woche in Baden-Württemberg hat uns auch zu unseren Freunden nach Kehl gebracht. Wir spielen dort in den Beruflichen Schulen sowohl am Vormittag als auch am Abend. Die Abendvorstellung wird gemeinsam mit kifafa veranstaltet, eine Organisation, mit der wir seit 2015 zusammenarbeiten. Kifafa ist das Swahili-Wort für Epilepsie, womit die Intention dieses Vereins bereits erklärt ist.

Der Verein betreut epilepsiekranke Kinder sowie deren Familien aus den gesellschaftlich ärmsten Schichten Kenias und ist mittlerweile über 20 Jahre alt. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist der Aufbau und Ausbau des Waisenhauses in Kendu Bay am Lake Victoria. Mittlerweile leben hier nun 28 Mädchen. Alle sind sie Waisenkinder und etliche von ihnen leiden unter einer Epilepsie. Um einen Beitrag gegen den Hunger zu leisten, betreut Kifafa e.V., seit 2009, auch etwa 40 Schulkinder aus der Nachbarschaft durch ein Essensprogramm im Waisenhaus. Nach der Schule erhalten sie eine warme Mahlzeit und können bis 17 Uhr mit den Kindern des Waisenhauses zusammen spielen.

Das Hope Theatre gibt dort regelmäßig Workshops. Diese Zusammenarbeit ist mittlerweile zu einem fixen Bestandteil des Lebens der Mädchen geworden, ein paar von ihnen werden im Juli für eine Woche nach Nairobi kommen um mit der Gruppe noch intensiver zu trainieren. Das Ensemble trainieren nicht nur Tanz, Akrobatik und Körperbeherrschung, sondern erzählt auch von der weiten Welt und macht den Mädchen Mut für ihr zukünftiges Leben. Die MitgliederInnen des Hope Theatre  kommen alle aus den Armenvierteln Nairobis und haben zum Teil ein extrem hartes Leben hinter sich. Sie haben es mit Disziplin und natürlich auch ein wenig Glück geschafft, ihre Träume zu verwirklichen und mit ihrem Beruf des Bühnenkünstlers zu reisen und zu überleben. Das ist ein starkes Zeichen, auch für die Mädchen in der Jugendstrafanstalt Nairobi, mit denen die Truppe ebenfalls arbeitet.

Die Erfahrungen, die unsere Truppe in Deutschland macht, gibt sie in Kenia weiter, vor allem jungen Mädchen, die es in den Armenvierteln oft sehr schwer haben. Das ist ein wichtiger Teil der bilateralen Arbeit und ein wichtiger Faktor im gegenseitigen begreifen der unterschiedlichen Kulturen.

Die Einnahmen der Abendaufführung teilen wir fair 50:50. Ich finde es toll, dass unser afrikanisches Projekt ein anderes afrikanisches Projekt durch die künstlerische Leistung unterstützen kann. Das Publikum ist von der Darbietung jedes Jahr sehr begeistert und spendet großzügig – für beide Konzepte: für eine berufliche Selbständigkeit der einen und eine seriöse Lebenschance der anderen.

3. Woche – Monic

This week was a very nice and relaxing week. We started our third week which was on Monday with a performance in a Fairtrade School called WALTHER- GROZ- SCHULE (Albstadt-Ebingen). We drived for almost 2 hours to the school then we started our performance at 9:30am,the show was very success with a lot of energy but the pupils were very shy to come on stage for dancing workshop but we managed to convince them to come on stage so they came and we teach them dance….after our performance the teacher invited us for breakfast for 10 minutes then we went to one of the pupils class for a small discussion about fairtrade….the discussion was really good because the pupils were really interested to know more about fairtrade, after the discussion we took a picture together with the pupils since they were very excited to have us in their school.

On Tuesday we had another performance in a very nice school and very lovely pupils (Heisenberg Gymnasium Bruchsal) We played a climate play and they were very excited and concentrated for the performance,after our performance we split hope theatre members in to 2 groups and we went in their classes for discussion about the play and about Africa,, we had fun together with the pupils and they even ask us if we can play games together and we even tought them one song called JAMBO. We really had fun with them because they were talking good English they were not shy. After the discussions they invited us for lunch and afterwards we took pictures outside the school then we called a day.

On Wednesday and Thursday we were free.😃
On Saturday we were free.
And today Sunday we were also free so we decided to cook chapati. Some were cooking and some relaxing.🤣🤣🤣

 

Resumee 2. Woche -Stephan

Zwei erfolgreiche Wochen in Rheinland-Pfalz beendeten wir mit einer Schneeballschlacht und einer großartigen Aufführung in Jagsthausen, der Heimat der Götzenburg und vieler Freunde. Elisabeth Pfennig organisierte die Vorstellung im Café Piano, einem liebevoll aufgebauten und eingerichteten Kultur-Café mit einem guten Ruf in der ganzen Region. Auf den Tischen standen Kenia-Flaggen und vor der Arbeit wurden wir mit einem köstlichen Essen von unserem Freund und Spitzenkoch Duka verwöhnt. Duka, der schon in Dubai gekocht hatte, besitzt einen wunderschönen alten Bahnhof in Schöntal, direkt gegenüber des berühmten Klosters, der als Restaurant fungiert und im Sommer mit Bikern, Wanderern und Oldtimer-Fans hervorragend ausgelastet ist. Wir werden ihn bei besserem Wetter dort besuchen, versprechen wir. Die Vorstellung war ausgebaucht und die Heilbronner Stimme brachte einen wunderbaren Artikel über das Projekt.

In der Nacht bezogen wir unsere neue Bleibe – eine Monteurswohnung in Kirchheim am Neckar. Hier war die Gruppe bereits 2017 untergebracht und alle freuten sich sehr, dass es auch dieses Jahr wieder geklappt hat. Die Nachbarn kamen sofort zur Begrüßung und freuten sich, dass jetzt wieder richtig Leben im Haus ist.

Rheinland-Pfalz brachte einige tolle neue Kontakte, u.a. auch zu Salvatore Mele, Leiter des Referats Partnerland Ruanda im Innenministerium. Wir lernen uns bei der Vorstellung in Zweibrücken kennen. Wir werden uns nach der Tournee treffen und über 2019 sprechen,haben wir beschlossen. Rheinland-Pfalz ist nach Baden-Würrtemberg und Nordrhein-Westfahlen unser größter „Buchungspartner“. Zum Abschluss eines wunderbaren Tages übersetze ich der Gruppe eine Mail, die uns eine Schülerin aus der dem Lise-Meitner-Gymnasium aus Maxdorf geschickt hat:

Sehr geehrter Herr Bruckmeier,

 ich bin eine 16 Jahre alte Schülerin des LMG in Maxdorf. Gestern, am Freitag dem 2. März habe ich mit großer Bewunderung das Theaterstück zum Thema „Fairtrade“ an unserer Schule gesehen. Als Erstes will ich ein sehr großes Lob an die Leistung der Theatergruppe und an die Grundidee aussprechen, da ich das Programm an sich sehr unterhaltsam und spannend fand. Ich möchte mich dafür bedanken, dass ich die Chance hatte, mir eine solche Aufführung ansehen zu können. Ich bin der Meinung, dass es sehr wichtig ist, die Kinder beziehungsweise Jugendlichen so früh es möglich ist, über das Thema Fairtrade aufzuklären, da diese dann in ihrer eigenen Zukunft etwas verändern können. Ebenso bin ich immer wieder erschreckt, wie vielen Personen das Thema Fairtrade und Umwelt egal ist, denn wir sind doch alle Menschen dieser Welt und haben das Anrecht auf ein gutes und glückliches Leben. Daher würde ich sehr gerne den Menschen in der sogenannten „dritten Welt“ helfen. In unserer Familie kaufen wir, so weit es geht, Fairtrade Produkte, die von der Schokolade bis hin zu den Rosen reichen. Auch das Spenden an die Organisation „Brot für die Welt“ gehört bei uns dazu. Des weitern habe ich heute an meinen Direktor eine Mail geschrieben und an eine Fairtade-Schule appelliert. Ich würde gerne noch mehr helfen, weiß aber nicht wie. Eventuell haben Sie ja ein paar Ideen für mich, wie ich mich noch besser engagieren kann. 

 Ich habe noch eine weitere Frage, kann man die T-Shirts, welche die Schaupieler bei der Vorführung getragen haben, auf irgendeine Art erwerben?

 Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung von Ihnen freuen und wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende.

 Mit freundlichen Grüßen

M.R.

Danach geht es hundemüde ins Bett, in fünf Stunden werde ich schon wieder am Steuer sitzen, auf zur ersten Schule in Baden-Württemberg, auf die Schwäbische Alb.

2. Woche – Pauline

This is Patric Muders writing about our Performance in Oberwesel:
Hope Theatre Nairobi überzeugt mit ehrlichem Auftritt in Oberwesel
von Patric Muders
Am Dienstag, 27. Februar 2018 besuchte die Theatergruppe „Hope Theatre Nairobi“ aus Kenia mit acht Akteuren und ihrem Leiter Stephan  Bruckmeier die Realschule plus in Oberwesel. Die kalten Temperaturen und die winterlichen Landschaftsbilder beeindruckten die Afrikaner schon vor ihrer Ankunft. Beim Erreichen der Schule mit ihrem Kleinbus wurden die Künstler freudig von Schülern empfangen. Diese positive Stimmung sollte die nächsten Stunden anhalten. Der Sound in der Großsporthalle überzeugte die Theatergruppe und wurde mit den Schüler der Technik gut abgestimmt. Ebenso war die große Bühnenfläche, die mit der Unterstützung der Hausmeister aufgebaut wurde, ein Anreiz für eine gute Performance. Der Auftritt der Gruppe vor einer gesamten Schülerschaft (über 400 Jugendliche) fand erstmals seit Bestehen der Theatergruppe 2011 statt. Die kritischen Vorträge zum Thema „Fairtrade“, wie Kakaoproduktion und Arbeiterausbeutung oder Kleidungsproduktion und Naturausbeutung wurden in ein attraktives und aktives Programm mit Tanz und Gesang eingebettet. Der Höhepunkt war der Tanzworkshop, bei dem sich ungefähr 80 Schüler auf der Bühne versammelten und vier afrikanische Tanzschritte erlernten. Nach einem kräftigen Applaus für die neun Theatermitglieder und der Zugabe, stellten sich diese noch der Video AG von Marcel Griesang und einigen Schülern für ein Interview zur Verfügung. Bei den vielen Fragen der Schüler überzeugten die ehrlichen Antworten, wie das kalte Wetter in Deutschland überrascht sie, oder dass sie ihre Familie in Kenia vermissen. Auch der Hinweis das Nairobi und Kenia ein attraktives Reiseziel sei, ist mit viel positiver Lebensfreude rübergebracht worden.
Vor der Abreise gegen 13.30 Uhr stärkten sich die Akteure noch einmal an dem gut vorbereiteten kalten Buffet von Frau Hartenfels. Anschließend starteten sie mit vielen neuen Eindrücken vom Mittelrhein in ihren Kleinbus zurück in ihre vorübergehende „Heimat“ in der Pfalz.
This week it was all Ruanda partner school. Wednesday Thursday and Friday were all partners to Ruanda. This Wednesday (Gymnasium auf dem Asterstein, Koblenz) we had a nice discussion after the performance and then another workshop. Thursday (Mannlich Realschule plus, Zweibrücken)  was quite differnt with two shows and with a different play „Auf der Flucht“. We managed but of cause with some challenges in the first show but the second one much better.
After a nice school performance on Friday (Lise – Meitner – Gymnasium)
we had group meeting on Friday afternoon since we were not far, the next day was a free day. We had quite a relaxed day reheasals. later the fun started: there was a snow fall and the group decided to take photos outside then we started throwing snowballs at each other it was a very fun and a nice experience.
 
Sunday morning we had to pack since we were to move out we took breakfast and then Stephan red a touching E-mail from a school girl who was really inspired with our fair trade performance.

Resumee 1. Woche – Stephan

Nach einer erfolgreichen ersten Woche in Rheinland-Pfalz brachte uns eine tolle Aufführung in der Tufa Trier mit großartigem Publikum einige spannende und zukunftsfähige Kontakte. Da das Hope Theatre mehr als ¾ seines Jahresbudgets einspielen muss, sind Netzwerke die Basis des Erfolgs. Als kleines ausländisches Unternehmen hat man es in Deutschland nicht leicht, denn die Entwicklungspolitik ist vor allem ein einheimisches Unternehmen. Aber die Programme, die Mundpropaganda und vor allem die Qualität der Truppe bringen uns jedes Jahr neue Partner und Aufführungsmöglichkeiten. Die positive Zusammenarbeit mit Trier wird mit Sicherheit weitergehen. Lea Horak – Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik im Büro des Oberbürgermeisters – hat einen grandiosen Job gemacht. Die Begegnung u.a. mit Sophie Lungershausen, GF der Lokalen Agenda 21 Trier e.V. und Universitätsprofessor Dr. Johannes Michael Nebe, der regelmäßige Studienreisen nach Nairobi durchführt, werden ebenso im Gedächtnis bleiben wie Aufführungen in den Schulen.

Unsere Unterkunft ist rustikal und ein optimaler Ausgleich zu den Vorstellungen über Klimaprobleme, denn hier im Wald scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Die Gruppe erlebt einmal mehr, was es heißt, den deutschen Winter zu verkraften, aber es ist bisher niemand krank geworden. Das besonders Positive an unserem Aufenthaltsort ist, dass wir im großen Speisesaal ungehindert proben können und mit unseren Trommeln und der lauten HipHop – Musik niemanden nerven.

Den freien Samstag vor dem ersten großen Auftritt dieser Tournee in Trier habe ich in meinem Büro in Jagsthausen verbracht – diese spannende Tätigkeit für dieses renommierte Festival begleitet mich in wechselnder Intensität das ganze Jahr und finanziert einen Teil des Produktionsdefizits, das ich persönlich trage. Ohne unsere Partner – allen voran das Staatsministerium Baden-Württemberg, fairtrade Deutschland und die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz wäre die Tournee gar nicht möglich, aber die Fixkosten sind so hoch, dass wir trotz ausgebuchter Tournee nicht ausgeglichen arbeiten können.

Mein Leben hat sich durch das Hope Theatre Nairobi sehr verändert – aber nach jeder Vorstellung weiß ich, dass es richtig war, durchgehalten zu haben – und nun sprechen wir mit den SchülerInnen und LehrerInnen bereits über das nächste Jahr – denn das wird die Jubiläumstournee „10 Jahre Hope Theatre Nairobi“. Wer hätte das gedacht? Ich jedenfalls nicht, zumindest nicht, als ich zum ersten Mal im März 2009 nach Nairobi geflogen war. Meine erste Bleibe – eine 1-Zimmer Wohnung in einem mehrstöckigen Betonhaus in Mathare Slums – gibt es noch immer – sie ist jetzt das Büro der Truppe:

Hier wurde schon viel diskutiert, erarbeitet und entschieden. Ein zentraler Ort des Projekts.

Die MitgliederInnen der Kerntruppe kommen aus allen großen Slumgebieten der Metropole und aus unterschiedlichen Tribs. Sie haben zum Teil extreme Lebensumstände mitgebracht und sind jetzt angesehene Vorbilder und erfolgreiche Künstler. Sie geben ihre Erfahrungen aus Deutschland und Österreich weiter und leben, was sie erzählen. Sie zeigen, dass man es schaffen kann.

Manchmal werde ich gefragt, ob die wirklich aus den Slums kommen – weil sie ja Englisch können und sich selbst verwalten. Ja, sage ich dann (manchmal auch etwas genervt), Menschen aus afrikanischen Slums sind arm, aber nicht dumm. In den Schulen haben wir fast immer großartige Gespräche, die SchülerInnen haben überhaupt kein Problem damit, die Menschen aus Kenia ernst zu nehmen und mit ihnen auf Augenhöhe zu diskutieren. Bei manchen Kollegen ist das leider noch nicht immer angekommen – für einige ist der afrikanische Mensch arm dran und braucht unsere Hilfe. Dieses Verhältnis von oben nach unten versuchen wir mit unserem kleinen Projekt zu korrigieren.

So, nun aber auf zur zweiten Woche!

1. Woche – Suzie

Hope Theatre Nairobi Tour 2018 had a nice kick off,we played in the Max Planck Gymnasium (Trier) for the very first time our new play „Stop Breathing it can damage your health“…we got a very warm welcoming from the organiser and we also played 2 times that day, it was Excellent🙂 my name is Suzie writing the Blog Week one.

     

Hope Theatre Nairobi with Judith in Trier eating Africa Chicken and Chips 👍🤗

We also got a chance to do some site seeing in the oldest city of Germany Trier,but the weather was colder because of the wind.

On our way back home our Boss decided to take us for a trip on a highway,the totally opposite way from home,ooh well but it was not his fault the „Woman“from the Navigation machine directed him there😉 then we turned back when he realised that we were lost and we got home safe.

This is BBS Bad Dürkheim…where students from here work 3 days a week and school for 2 days…Wow we could surely use this system back in Kenya, we took this picture after the performance and if u take a keen look at our heads „Hope Theatre Nairobi“ u can see the colourful hats on our head,they were a gift from the nice teacher,because roses will die soon but the hats will stay longer and will keep us warm while we are on tour in this beautiful cold Country🙂🙂

Great Time in Hachenburg (Realschule plus und Fachoberschule Hachenburger Löwe)

In between our free time after the show,the Boss had a very nice idea to take us to a coffee shop so that we could use the Wlan,we have a very beautiful spacious house bt no WiFi and we really need Internet to communicate to our family back home. so on this day everyone got a chance to at least say they arrived in Germany safely.

Schweich bei Trier (Dietrich Bonhoeffer Gymnasium), nice Show 👍 with After Show Talk:

Last day of the week and it was amazing,after a free Saturday,we got invited by one of the teacher we played in her school,privately in her home. For Jakuzi as u can see in the picture and later Sauna it was a very nice and historic experience coz some of us have never been to such a place,we had a nice time at her place with delious food,nice drinks, some fruits later plus tea and coffee for some people…later we were picked up for our evening performance at TUFA its a famous place where a lot of artistic skills are showcased🎭🎪🎬we had a nice performance with great audience then Stephan our Boss drove us home.We are greatful for a great first week☺

 

Von Nairobi nach Frankfurt- Winnie

Hope Theatre Nairobi Blog writing starting from last week rehearsals in Nairobi to the Airport in Frankfurt. This is Winnie writing the first blog as the chairperson of the group.

Last Week Rehearsals:

A visit to our rehearsal hall from very prominent people in the political ministry of Germany.

In between our rehearsals we got a show to play about Human rights and police brutality killings in the slums. This is backstage changing for the show.

On our way to Frankfurt:

Our arrival at Doha airport in Qatar on 17th to 18th Feb 2018. It is a very nice airport and we din’t have to wait for long for our next connection. Coz it is so beautiful to look around as we walked slowly until our next connection point at 1:10am yesterday.

Our next connection landed us in Frankfurt airport but with very horrifying moments in the air. We heard the pilot say back to your seats like 10 time within 2 hours and our aircraft was shaking and we thought this is the end of all of us.There were mixed reactions inside with everyone and especially for us that some decided to sleep so that they can die sleeping while some could not sleep but hold each other closely to die safe. After every 10 minutes it stopped and when the cabin crew started survive breakfast immediate they reached like 10 people the pilot could ring an alarm and tell them to take a sit for it is not safe. And some of us because of being asleep awoken at the time of breakfast we did not even understand what menu the cabin crew directed to us and we decided to order something you saw your partner with only to realise later that you did not like that kind of food. But after 2 hours it stopped and we were back to normal again and started narrating the stories of how it felt for each of us.

Then our Boss and Director Mr.Stephan Bruckmeier picked as from the airport Frankfurt after 2 hours and bought us a quick breakfast then we headed for the guest house where we sleep although it was too cold and without Wlan we managed everything well until Monday morning. Thanks that’s the end of my 1 week update. Regards Winnie.

 

Herzlich Willkommen – Stephan

Liebe Leserin, lieber Leser,

karibu sana to our blog – Herzlich Willkommen auf unserem Tourneetagebuch!

Nach 2013 und 2016 schreiben wir nun zum dritten Mal einen Blog, der einen Überblick und manche „privaten“ Erlebnisse mit Fotos und Gastkommentaren beinhaltet. Jede Woche schreibt ein anderes Mitglied der Truppe. Ich eröffne jede Woche mit einem kurzen Lagebericht und ein paar Fakten über die Hintergründe der Tour. Und los geht’s:

Am 2. Februar erhalten wir alle auf unserer WhatsApp – Gruppe den Hinweis, dass die Visa fertig sind. Wir freuen uns und proben noch motivierter.

In zwei Wochen geht es los und es gibt einige Szenen, die erst vor kurzem fertig geworden sind. Die beiden AutorInnen Natalia Roizzenzon-Sipple und Hannes Lauer haben sehr viel recherchiert und aus ihrem beruflichen Alltag zusammengetragen, nun gilt es, die wesentlichen Eckpfeiler der Collage zum Klimawandel festzulegen und bühnenwirksam zu formulieren. Über die beiden KlimaexpertInnen aus Baden-Württemberg und unser neues Stück werde ich im Laufe des Blogs noch berichten, nun aber zurück zu den Visa.

Zu Beginn unserer Tourneetätigkeit war es sehr kompliziert, die Visa zu bekommen, da alle MitgliederInnen aus den Armenvierteln der Metropole Nairobi kommen und das Geld nicht vorweisen können, das sie für ein Shengen-Visum benötigen würden. Der Baden-Württembergische Minister für Entwicklungszusammenarbeit, Herr Peter Friedrich hat die ersten Jahre für die jungen EnsemblemitgliederInnen gebürgt. Mittlerweile ist das Vertrauen der Deutschen Botschaft in unser Projekt groß und wir haben für jedes einzelne Ensemblemitglied einen persönlichen Bürgen. Das macht die Reisevorbereitungen wesentlich einfacher. Trotzdem sind wir immer noch ein wenig nervös und sehr erleichtert, wenn die Visa in den Pässen kleben.

Die Gruppe ist sich sowohl ihrer Verantwortung, als auch ihrer Chance und ihres Stellenwerts bewusst. Im November vergangenen Jahres war sogar eine Delegation des Staats- und des Wirtschaftsministeriums aus Baden-Württemberg bei uns in der Probenhalle in Mathare-Slums. Das verdankt die Gruppe ihrem Durchhaltevermögen und ihrem Vertrauen, in mich und meine deutschen PartnerInnen, vor allem aber in sich selbst.

Seit Herbst 2016 ist das Hope Theatre Nairobi eine eigene NGO und wird von drei Frauen verwaltet. Die NGO unterrichtet eine Kindergruppe aus Mathare-Slums (die Hope Theatre Juniors), arbeitet im Frauengefängnis von Nairobi und in der Jugendstrafvollzugsanstalt für Mädchen, in der Pehucci-Waisenkinderschule und im kifafa Waisenhaus mit epilepsie-erkrankten Mädchen.

Nun aber, am 2. Februar 2018, steckt die Truppe in den Endproben zu „Stop breathing – it can damage your health“ – wir lernen Text, überlegen Choreographien und probieren Songs. Pauline und die Gruppe proben bereits seit Jahresbeginn an verschiedenen Szenen, Monica und Justine haben einen grandiosen Rap zum Klima geschrieben, nun fügen wir alles zusammen, am 12. Februar gibt es den ersten Durchlauf, am 14. Februar fliege ich zurück, holen den Tourbus vom Autoverleih Buchbinder, die uns freundlicherweise unterstützen und erwarte die Gruppe am Flughafen Frankfurt. Am 19. Februar spielen wir unsere erste Vorstellung am Max-Planck-Gymnasium in Trier.

      

Monday Morning Glory 😀

Abflug von Nairobi

Max-Planck-Gymnasium Trier